Linsenweisheit

Irgendwie hatte ich es mir ja so vorgestellt, dass man die Geburt hat, und neben all den Schmerzen, Gekreische etc etc stellt die so eine Art »Passage« dar in den Zustand »Mutter«.
Ich hatte mir ja gedacht, dass man da durchgeht und hinterher kommt eine Person heraus, die liebevoll ist und fürsorglich und die mit einem milden Lächeln im Gesicht perfekt intrinsisch ausgestattet ist für die Aufgabe, die jetzt vor ihr liegt.

Stellt sich heraus: Man ist hinterher genau die selbe Person wie vorher. Nur müder, von der Seite her leicht antraumatisiert und mit einem nicht mehr hundertprozentig kompetenten Beckenboden. Und dazu natürlich der kleine aber feine Unterschied, dass man sich jetzt um eine weitere Person kümmern muss als nur sich selbst.

Und so kam es, dass ich die Geburtsklinik verließ, als Mutter, erschöpft, erleichtert, glücklich, ja! – aber eben auch als nach wie vor die unmotivierteste und ungeschickteste Köchin des Landes.
Und ich, ICH soll jetzt meinen Nachwuchs nicht nur am Leben erhalten und pflegen, sondern auch noch ERNÄHREN! ICH! Die Person bekannt aus »Spaghetti mit Miso-Butter«! Na, Prost Mahlzeit.

Zum Glück sind Säuglinge am Anfang nicht wählerisch.
Man entscheidet sich primär mal ob man sie aus Flaschen ernährt oder aus Brüsten, prinzipiell steht aber nur Milch auf dem Speiseplan, so weit, so dankbar. Auch danach bleibt es herrlich unkompliziert: Zauberwort »Gläschen«. Was gibt es Schöneres, als im dm vor dem HiPP-Regal auf und ab zu flanieren, ganze Zehn-Gänge-Menüs im Glas in den Einkaufskorb zu laden, und dabei das Gefühl zu haben, man tut seinem Kind etwas richtig Gutes mit »Zitronenmelisse-Mango-Huhn in Vollkorn-Duftreis«?

Aber dann hat das Kind irgendwann beschlossen, jetzt nur noch feste Nahrung zu sich zu nehmen, und seither schauen wir beide nebeneinander her tief hinein in die Röhre. Einerseits bleibt mein Nachwuchs unkompliziert: Das Kind hat an sich kein Problem damit, jeden Tag zu allen drei Mahlzeiten Teig zu essen. Das verstehe ich – auch für mich kein Problem! Andererseits hört man doch immer wieder, dass Kinder weitere Nährstoffe benötigen neben kurzkettigen Kohlehydraten (Erwachsene auch, aber die sind dann wenigstens selber schuld, wenn sie sich nicht dran halten).

Zum Glück gibt es das Internet! Habe ich gedacht. Als hätte ich es noch nie benutzt. Als wäre ich noch nie auf Rezepte daraus hereingefallen. Als wäre sie eine andere, die Online-Welt der Baby- und Kinderrezepte. Aber wer gedacht hat mit den Untiefen der Chefkoch-Kommentare schon einen Blick in die Vorhölle erhascht zu haben… Der liegt falsch. Babyrezepte und ihre Zubereiter*innen sind Next level. Rezepte wimmelnd von »Messerspitzen«, »Halben Teelöffeln«, »kleinen Prisen« und »wenigen Flocken«. Aufmacher zu den Inhaltsstoffen und deren Effekten, seitenlang, nicht so präzise und gut recherchiert wie Lehrbücher, aber dafür doppelt so alarmistisch, gespickt mit Seitenhieben zu quasi tödlichen Ernährungssünden, die ich mit Sicherheit schon alle begangen habe und nach deren Lektüre meine dadurch induzierten Panikattacken dann mit stundenlangem Googeln wieder neutralisiert werden müssen.

Z.B.
»Dieses Rezept ist wirklich schnell gemacht und funktioniert nicht nur mit diesem, sondern auch mit jedem anderen Gemüse außer FENCHEL FENCHEL IST DES TODES FENCHEL IST DAS HÖLLENGEMÜSE DES TEUFELS IST KREBSERREGEND UND GENERELL SOFORT TÖDLICH FÜR KINDER BEIM GENUSS ODER AUCH NUR WENN DIE MUTTER AUS VERSEHEN DARAN GEDACHT HAT WER SEINEN KINDERN FENCHEL GIBT KANN SIE AUCH GLEICH VON DER BRÜCKE WERFEN ODER BEI MINUS ZEHN GRAD IM PARK AUSSETZEN

Viel Spaß beim Nachkochen :)«

Amen, ich sage euch. Chefkoch ein Scheiß dagegen.

Was habe ich daher für Luftsprünge gemacht, als ich folgendes Rezept gefunden habe:

Linsenwaffeln für Babys und Kinder (6 Stück)
Zutaten:
440 g Rote Linsen
300 ml Wasser
Salz (für Babys weglassen)

Vorbereitungszeit: 5 Minuten, Kochzeit: 15 Minuten

Zwei! Einwandfreie! Zutaten! Die ich zuhause habe!
Ich habe meinen Augen nicht getraut und SOFORT die Umsetzung geplant. Noch am selben Abend habe ich begonnen Linsen einzuweichen, in meiner Euphorie ohne die Mengenangabe zu hinterfragen, 440 Gramm rote Linsen habe ich eingeweicht und konnte das Ausbacken am nächsten Tag kaum erwarten, habe die strahlenden Augen des Kindes gesehen, das mit beiden Patschehänden gleichzeitig sein Eigengewicht an »Linsenwaffeln für Babys und Kinder« in sich hineinschaufelt und dabei zufrieden gluckst, habe mich Reste einfrieren sehen zum »Mal schnell auftauen für Unterwegs«, wie all die ernährungskompetenten Mütter, die ich kenne, habe mich großmütig das Rezept verbreiten sehen in meinen Kleinkindmutterkreisen, »ist wirklich ganz einfach«, sage ich dabei und wirke, als hätte ich es vollständig im Griff. In diesem Tagtraum sind meine Haare gewaschen und fallen vorteilhaft. Im Hintergrund das Licht regenbogenfarben. Es läuft »Around the sun« von R.E.M.

Am nächsten Tag kann ich es immer noch nicht glauben und lese vorsichtshalber noch einmal im Rezept nach, ob sich nicht doch noch irgendeine Zutat hinzugeschummelt hat, oder ob ich mir die beiden (ZWEI!) Mengenangaben auch richtig gemerkt habe. Alles korrekt stelle ich fest und schaue von dem kleinen Rezeptbüchlein auf, in das ich mir ausgewählte Gerichte hineinnotiere – damit ich sie nicht auf dem Handy nachlesen muss, denn das Smartphone in Gegenwart des Kindes zu benutzen, DAS machen nur asoziale Dumpfbacken, die für ihre Brut den ersten Bildungsweg von vornherein ausschließen.
»Sollen wir das jetzt kochen, Kind?«, frage ich und es antwortet »Arururu«, was vermutlich heißt »Mutter, hör auf zu lügen wie gedruckt und gib mir jetzt dein Handy, ich muss wieder dringend irgendwas am Lockscreen verstellen«.

Kurzerhand wird das iPhone an den Magnet-Tentakeln des Kindes vorbei in einer Sofaritze versenkt, weil dieses Rezept, das kann sogar ich mir merken, und dann schnappe ich mir meinen kleinen frischgebackenen Sidekick und verfrachte ihn in die Küche (habe beschlossen, dass es ok ist, mein Kind als »Sidekick« zu bezeichnen, weil ich mir sicher bin, dass es mich in seinen Geschichten genauso nennt).
Normalerweise versuche ich das Kochen zu vermeiden (auch hier könnte der Satz schon enden, tut er aber zu Ihrer Überrraschung nicht) wenn das Betreuungsverhältnis Elter:Kind 1:1 beträgt. Ich empfehle mindestens 2:1, besser noch 3:1 um der unüberblickbaren Entropiefreiwerdung von »Kochen mit Säugling« Herr zu werden. Aber wer hat schon allzeit diesen Luxus, denke ich, und dann an eines meiner vielen neuen Mantras, die ich seit der Geburt wie einen Podcast in meinem Unterbewusstsein mitlaufen habe:
»Frauen können alles«, und wenn mich meine diversen Standard/Latein-Kurse eines gelehrt haben, dann »Frauen können alles was Männer können, und zwar rückwärts und in Stöckelschuhen«, und da ich seit meiner eigenen Hochzeit nicht mehr Standard getanzt habe und – bei näherem Nachdenken – auch keine Stöckelschuhe mehr anhatte: »Frauen können alles was Männer können, und zwar mit einem weinenden Kind auf dem Arm«.

Während ich also tief durchatme und 300 ml Wasser abmesse, hat das Kind einen größeren Unterschrank bereits komplett entleert, wundersamerweise die gläserne Salatschüssel nicht zerstört und hält eine Plätzchendose in der Hand, die ich vor fünf Jahren das letzte Mal gesehen habe. Ich schließe die Schranktür vorsichtshalber und das Kind dreht zielstrebig ab zu den Einmachgläsern. Ich entscheide mich gegen diesen Kampf und für mein mütterliches Anfängerglück, kippe das Wasser in die Linsen und zücke den Pürierstab. Hier zögere ich, denn so eine große Schüssel voller weicher Linsen, die in trübem Wasser vor sich hin treiben wie ein abgestorbenes Korallenriff, kann auch mit einer blühenden Fantasie nicht so leicht vor dem inneren Auge zu knusprigen Waffeln verstoffwechselt werden. Aber jetzt sind sie schon weich, die Dinger, und in diesem Haus wird kein exzessiver Foodwaste betrieben, daher werfe ich die Aggregate an und halte einen sich aufbäumenden Pürierstab in die Brühe.

Es ist ein Massaker und bereits nach kurzer Zeit fängt es an nach »Kabelbrand« zu riechen. Ich sehe instinktiv über meine Schulter um zu checken ob der Geruch von mir oder vom Kind verursacht ist – es hat eine Packung Teebeutel geöffnet, dann die einzelnen Papierhüllen der Teebeutel, dann die Teebeutel selbst und den Inhalt auf meinem Küchenboden verteilt zum neuesten »Art Attack Riesenbild« – also alles im grünen Bereich. Ich nicke, stelle den Pürierstab aus, öffne das Fenster und hole mein Waffeleisen vom Schrank.

Was heißt Waffeleisen. In diesem Haushalt machen wir keine halben Sachen, deswegen ist es kein simples Waffeleisen sondern ein »3-in-1 Waffeleisen/Sandwichtoaster/Tischgrill-Kombigerät«, von dem nur eine Funktion regelmäßig benutzt wurde und Sie dürfen nicht mal raten welche. Fachmännisch baue ich den traurigen kleinen Transformer um zum Waffeleisen und betrachte die diversen Risse im Plastik der Oberschale, irgendwie beruhigt vom Wissen darum, was die nächste Quelle für Kabelbrandgeruch sein wird. Ich stecke es ein, das Lichtlein geht an, keine Sicherung fliegt, das werte ich als gutes Zeichen.
In der Teigschüssel sieht es anders aus. Flüssiganteil und Feststoffe scheinen sich nicht richtig vermengen zu wollen und so oft ich auch umrühre, sie weichen voneinander wie gegengepolte Magnete.
»Also ich weiß ja nicht«, murmle ich, das Kind fühlt sich angesprochen und antwortet »AarIIIIIH«, was vermutlich heißt »Mutter, hör auf dir in die Tasche zu lügen, tief in dir drin weißt du es, weißt du es ganz genau«, und dabei sieht es nicht mal auf von der Mehlpackung, die ich gerade noch aus seinen sehr kleinen aber sehr zerstörungswütigen Händen tauchen kann.
Nicht dass mich das inspiriert hätte mit den Zutaten nachzuhelfen, nein, keineswegs. Immerhin hat jemand Anonymes das Rezept ins Internet geschrieben, dann muss es stimmen!

Ich belade das Waffeleisen mit zwei Kellen »Teig«, wie empfohlen, was eindeutig sehr viel weniger als ein Sechstel der Menge ist. Mir wird klar: Wir werden tagelang Waffeln essen, und wenn ich Pech habe werde ich auch tagelang Waffeln BACKEN. Während ich die Endmenge grob überschlage betrachte ich nachdenklich die Dampfschwaden, die aus sämtlichen gewollten und ungewollten Ritzen des Gerätes aufsteigen. Zum Glück bin ich sowas wie eine Naturwissenschaftlerin, daher beunruhigt mich das nicht weiter, ich kann mir das mit dem hohen Wasseranteil des Teiges schon zurechtrationalisieren. Aber dennoch. Der Gedanke kommt auf und nagt an mir wie diese Pampe zusammenhalten soll? So ganz ohne Ei oder sonstiges Bindemittel? Mein Vertrauen in die anonyme Autorin ist trotzdem unerschütterlich, ich rufe mir den hohen Proteingehalt von Linsen in den Hinterkopf und die wundersamen Reaktionen, die Hitze hervorrufen kann und die ich mit meinem koch-unaffinen Verstand wahrscheinlich gar nicht greifen kann. Das Waffeleisen als Blackbox. Das Protein als Katalysator meiner Hoffnung. Die Waffel als unerreichbares Ideal der kompetenten Mutterschaft. Ich drehe mich zum Kind um. Es hat wohl beschlossen die Kaffeemaschine zu entkalken, denn warum sonst hat es die Zitronensäure aus dem Spülenunterschrank geholt?
Ich unterbinde die imminente Intoxikation und höre ein leises Schnalzen: Mein Transformer ruft mich, die Waffel ist gebacken, der Drops gelutscht. Ich hebe das Kind auf die Hüfte für diesen denkwürdigen Moment, und um weiteren Schabernack zu unterbinden. Ich öffne das Waffeleisen und betrachte das Ergebnis.

Natürlich ist die Waffel komplett aufgerissen, denn: außen extrem am Eisen angepappt, innen nicht fertig, und wie die geneigten Leser*innen schon vermutet haben: kein Bindemittel whatsoever in diesem Teig. Es tropft und bröckelt gleichzeitig, was wiederum fast beeindruckend ist, und sieht insgesamt aus als hätte ich in meinem Waffeleisen einen orangenen Spülschwamm geschmolzen – das, oder eine vulkanische Marslandschaft hat sich spontan darin gebildet.
Ich nicke. Das Kind betrachtet seine Mahlzeit mit gleichgültigem Blick und beugt sich dann dem heißen Eisen derart zielstrebig entgegen, dass ich meine gesamte Bizepskraft aufwenden muss um es vom Highdive auf die Küchenzeile abzuhalten. Mit der freien Hand ziehe ich dem Waffeleisen den Stecker.

Natürlich lässt sich der Teig nicht lösen. Natürlich gehe ich direkt mit der Gabel zu Werke und kratze makroskopisch sichtbare Mengen Teflon vom Gerät. Natürlich gebe ich das nicht dem Kind zu essen, das wäre ja fast so schlimm als hätte ich das Salz nicht weggelassen! Dennoch, meine Mission: Hoffnungslos, und ich gebe das Waffeleisen auf.
Im Angesicht der verbliebenen Teigmenge bleibt mir nur verzweifelte Improvisation. Ich beschließe den Rest im Ofen zu backen. Die Kuchenform hat das Kind ja in Minute Eins schon ausgeräumt. Ich bestücke sie mit einem Backpapier, das ich zuvor zerknülle für bessere Formbarkeit, und fühle mich dabei kurz wie Jamie Oliver. Aber nur ganz kurz. Dann klatscht die orangene Pampe hinein, die ich mit der Schöpfkelle vergeblich versuche ebenmäßig plattzudrücken, und ich bin wieder komplett ich selbst, beinahe schmerzlich ich selbst. Das Kind bleibt während des Manövers auf dem Arm. Es beobachtet mich mit einem beinahe wissenschaftlichen Interesse und scheint zu hinterfragen, ob wir beide wirklich zur selben Spezies gehören.

Mit Kind auf dem Arm kann ich die Küche nur bedingt aufräumen, also lasse ich es. Beim Versuch den erkalteten Waffelteig vom Eisen zu pulen ramme ich mir stahlharte Linsensplitter unter den Zeigefingernagel und lasse deswegen auch das. Mein Kind hat Hunger, und ich auch, deswegen teilen wir uns ein wahrscheinlich aus irgendeinem mir unbekannten Grund für Babies verbotenes Butterbrot, während der Waffelkuchen im Ofen bäckt.

Nach 15 Minuten hole ich ihn raus. Ich stürze ihn. Das Backpapier lässt sich nicht lösen, daher lasse ich es dran. Ich breche ein Stück ab, probiere, die Konsistenz ist furchtbar, bröckelig und feucht zugleich, aber der Geschmack erinnert wenn man sich anstrengt immerhin an diese Linsenwaffeln in Rollenform, die man bei Edeka fertig, formschön und knusprig kaufen kann.
Ich puste und gebe dem Kind ein Stück.
»Da, probier mal«, sage ich, »Schmeckt gut.«
Das Kind sagt »Ndeh ndeh«, was vermutlich soetwas heißt wie »Mutter, all deine Lügen haben kurze Beine, und ich bin kein Vehikel deiner Selbstverwirklichung, gib mir Breze oder lass es sein.«
Aber auch mein Kind ist experimentierfreudig und wer weiß, wenn ich es schaffe mein Handy nicht in seiner Gegenwart zu benutzen, vielleicht wird es auch sowas wie Naturwissenschaftler*in. Es hält Blickkontakt, nimmt ein Stück in die Hand, schließt sie zur Faust, und mein Linsenkuchen krümelt zu Boden. Ein Ende vom Faustrest steckt es in den Mund und spuckt es nach zwei Sekunden würgend aus.
Ich verlasse die Küche wie einen Boxring nach verlorenem Kampf.

Zurück im Wohnzimmer tauche ich mein »Rezeptbüchlein« aus der Sofaritze und lese noch einmal nach, denn ich kann es nicht glauben, dass ich wieder einmal so krachend gescheitert bin, irgendwo muss doch ein Fehler sein, und ich vermute ihn im Rezept. So kommt es, dass ich jetzt zum ersten Mal die Zubereitungshinweise lese (das kommt davon, wenn man in kleine Büchlein abschreibt!)
Und genau hier finde ich einen kleinen Hinweis:
»Falls die erste Waffel nichts geworden ist, es wird besser«.
Ich lasse das Handy sinken (ich glaube wir können zu diesem Zeitpunkt auch ehrlich miteinander sein).

Ich denke an mein ruiniertes Waffeleisen und den desolaten Zustand meiner Küche.
Ich denke an mich, die Frau aus meinem Tagtraum, die wieder keinen aufgetauten Snack dabei hat, sich mit einer Fremdbanane aushelfen lässt um ihr weinendes Kind zu beruhigen, ihre Haare hängen in fettigen Gollum-Strähnen am Kopf herunter.
Ich betrachte das Kind, das langsam eine Breze kaut und sie gleichmäßig in einer dünnen Schicht auf der Krabbeldecke verteilt.

Vielleicht wird es wirklich besser, wenn ich ein paar Dinge akzeptiere:

Anonyme Fremde im Internet haben selten recht.
Ein Waffelrezept funktioniert nicht mit nur zwei Zutaten.
Kinder werden auch ohne die Zufuhr von essentiellen Aminosäuren und den meisten Spurenelementen groß. (Über diesen Punkt muss ich vielleicht nochmal nachdenken.)

So sitze ich da und kann es kaum zu glauben: der beste Rat des Tages stammt aus dem Internet – aus einem Babyrezept, of all places! Das muss ich erstmal verdauen.
Und dann gehen wir los zu Edeka – Linsenwaffeln kaufen.

Viel Spaß beim Nachkochen! 🙂

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