Kondition sine qua non

Ich habe als relativ untrainierte, bergfern sozialisierte Person einen Höhenweg beschritten, damit ihr es nicht tun müsst. Wie auch meine anderen annährend autobiographischen Abhandlungen (und eigentlich auch mein Leben, oder zumindest wie ich es auslege) folgt dieser Text einer klar erkenntlichen Dramaturgie: Ich wage etwas, werde geprüft und lerne nach lautstarkem Lamentieren etwas über mich selbst. So nett das hinterher erscheinen mag, und so wunderbar sich das zur Aufarbeitung in einer scharfzüngigen Lästerorgie eignet, trotzdem mein Appell: Die Berge sind ein gefährlicher Ort. Bleibt verantwortungsbewusst - dazu gehört auch, sich eine gewisse alpine Fitness anzueignen bevor ihr einen kompletten Urlaub mit dem Auf- und Abstolpern steiler, abschüssiger, gerölliger Pfade verbringen wollt. Seid klüger als ich.

Abführen, bitte

Wie es der Zufall will, ist der erste Text, den ich explizit einer Person widme, auch noch der unapettitlichste, den ich je verfasst habe. Aber sie hat es so gewollt! Er fasst einige Gedanken zusammen, die ich im Berufsalltag immer wieder habe. Ärzte schreiben über Medizin, SO LAME!
Ich hoffe, dass sich niemand davon vor den Kopf gestoßen fühlt und empfehle den Lesern mit schwachen Mägen, diesen Text nicht als Begleitlektüre zum Mittagessen zu wählen.

Dickens würde sich im Grab umdrehen

Eines Nachts haben mich drei Engel besucht.   Mein Status diese Nacht ist ungeheuerlich. Ich habe den Abend vor Weihnachten hinter mir, und der hat in einem tränenreichen Begießen meiner neu erworbenen Einsamkeit geendet. Kathrin ist weg, ihre Haarbürste im Bad ist weg, ihre Schuhe im Flur sind weg, ihre Zahnpasta ist ordentlich zugedreht und … Weiterlesen Dickens würde sich im Grab umdrehen